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Hier schreibe ich über Themen, die mich interessieren, faszinieren und beschäftigen. Dabei gebe ich Tipps und Tricks weiter und Informationen zu den Themen, Werte, sinnorientierte Unternehmensführung, sinnorientiertes Coaching und Coaching und Führung im Allgemeinen.

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08.04.2020

HomeOffice Blues oder einfach keine Ahnung?

Nach nun einigen Wochen im HomeOffice gibt es einige interessante Beobachtungen. Manche sind beängstigend, andere verständlich. Aber alle eint eines, sie sind komisch bis lustig und vor allem peinlich.

Mein eigentliches Thema ist es, Unternehmen und Menschen zu helfen, ihr Warum zu finden und zu leben.
Warum mache ich das? Ganz einfach, mit Sinn lebt und arbeitet es sich einfacher, erfüllender und motivierter. Dazu lese ich viel und bin auf den verschiedenen Social Media Plattformen aktiv und beobachte Firmen. Dabei entdecke ich vieles und einiges findet sich in meiner Arbeit wieder, einiges vergesse ich schnell wieder und manches muss ich einfach loswerden.

Bei den folgenden Geschichten muss ich vorausschicken, dass ich nicht weiß, ob diese Firmen ihren Existenzgrund bereits herausgearbeitet haben und versuchen diesen zu leben oder ob sie es nicht tun.
Ich gehe davon aus, dass sie es nicht haben, sonst wäre Folgendes nicht veröffentlicht worden.

Im ersten Fall habe ich auf einer Fotoplattform eines großen amerikanischen GAFA Konzerns ein Werbevideo gesehen, dessen Botschaft kurz zusammengefasst wie folgt war:
Simon Sineks golden circle stellt ja eigentlich die Frage, was war zuerst da. Die Technik, über die man spricht oder das Warum, das zur Technik geführt hat.
Die Antwort der Firma war, dass die Technik zuerst da war und man nun darüber reden kann.
Die Firma ist eine Beratungsagentur für Markenkommunikation und bietet nun online Kurse zur Kommunikation an.
Sorry Jungs, setzen sechs, Studienabschluss und Abitur bitte zurückgeben.
Simon Sineks golden circle hat absolut nichts mit Technik zu tun. Ihr habt das Buch nicht verstanden. Es geht darum, wie man Menschen generell ansprechen soll, um sie für sich zu gewinnen. Dass gerade ihr als Kommunikationsagentur das nicht verstanden habt, ist traurig, beschämend und schlimm.
Das Warum war zuerst da, nicht die Technik. Das Warum zieht sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte und ist nicht erst mit dem iPhone aufgetaucht. Nicht nur Apple hat ein Warum. Bei Hitler, Bismarck, den Kreuzzügen bis hin zum römischen Reich lassen sich Beispiele finden, in denen das Warum die Menschen motiviert.
Napoleon Bonaparte, nachweislich lange vor dem iPhone durch Europa getingelt, hat schon gesagt: “Ein Mann riskiert nicht für einen jämmerlichen Sold sein Leben. Man muss seine Seele ansprechen, um ihn zu elektrisieren.”
Für die Kommunikationsagentur, die keine Ahnung hat, warum (Marken-)Kommunikation nach dem golden circle aufgebaut sein sollte, bleibt nur zu hoffen, dass der Markt es regelt und die Kunden die Inkompetenz erkennen.

Im zweiten Fall lese ich einen Artikel eines Geschäftsführers, der Tipps gibt, wie digitale Führung im Corona-Alltag aussehen kann. Dabei werden einige Tools genannt, wie Microsoft Teams und Yammer und er erklärt, wie das HomeOffice ihn überrascht hat und was er daraus gelernt hat.
Soweit so gut. Ok, die Tipps werden ja nun schon seit der Corona-Beschränkungen täglich von irgendwem aufgewärmt und veröffentlicht, soweit nichts Neues. Schlimm war für mich allerdings, dass der Geschäftsführer eine Beratungsagentur für digitales Arbeiten führt. HALLO! Egal ob HomeOffice, im Bikini am Strand oder aus dem Café um die Ecke, arbeiten außerhalb der Büroräume sollte bei digitalen Agenturen Standard sein. Wenn ihr Tipps veröffentlicht, dann doch bitte zu Beginn der Krise und nicht nachdem schon die Hälfte vorbei ist. Euer Warum müsste doch sowas sein, wie: Wir sind Vorreiter im digitalen Arbeiten, testen und nutzen moderne Tools von überall auf der Welt, damit wir unseren Kunden aus Erfahrung eine objektive Beratung bieten können.
Das mit der objektiven Beratung schreibt sich diese Agentur auf ihrer Homepage auf die Fahne, daher hätte ich erwartet, dass die wissen, was sie tun. Aber anscheinend wird hier nicht wirklich gelebt, was anderen geraten wird.

Im dritten Fall veröffentlicht eine Beratungsagentur für Prozesse auf oben genannter Fotoplattform ein neues Werbevideo. Den Inhalt habe ich vergessen, aber es blitzte, blingte, geräuschte vor sich hin, mitten im Film ging ein Mitarbeiter durch die Firma, plötzlich ein Standbild, dann wieder Gang durch die Räume. Lustig, wie alle krampfhaft unnatürlich 2 Meter Abstand halten. Das Video war von mehr Effekten durchzogen als ein Musikvideo aus den 90-igern. Grausam. Es hatte den Anschein, als hätte ein gerade ausgelernter Grafikdesigner einfach mal alles reingepackt, was er gelernt hat. Was mir die Agentur nutzen soll? Keine Ahnung! Ich war zu abgelenkt vom BlingBling und Knall Peng Zoing Krach (Disneys Lustige Taschenbücher lassen grüßen). Sorry, aber seid ihr jetzt eine fetzig witzige Werbeagentur oder eine seriöse Agentur für Prozesse?

Solche Peinlichkeiten kann man sich doch so einfach ersparen. Findet euren Grund der Existenz und setzt alle Ressourcen daran, dieses Warum mit Leben zu füllen. Dann steht ihr bereit mit Tipps, wenn andere gezwungen sind, so zu arbeiten, wie ihr es schon lebt, dann habt ihr wirkliche tiefe Kenntnis euer Fachmaterie und produziert passende Videos.

Admin - 19:11:35 @ Werte, Sinnorientierte Unternehmensführung, Warum | Kommentar hinzufügen

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